Ludwig Schilcher
Ludwig Schilcher

Juli 2022

Besuch im Ahrtal

 

 

Mein persönliches Resümee über meinen Besuch im Ahrtal, der unten stehende Link, trifft die Situation der Menschen dort ganz gut.

 

Wobei nach meiner Erfahrung im Ahrtal ist die Frustration über unsere Politiker und der Auszahlungsmodalitäten der Hilfsgelder wesentlich größer als es der Beitrag wiedergibt.

 

Mit den Menschen mit denen ich mich unterhalten habe, die winken bei dem Thema Politik nur noch ab.

 

Zum Schmerz über den Verlust von Angehörigen, Freunden oder Bekannten sowie zum Verlust von Gebäuden, Wohnungen kurz um, zum Verlust von Hab und Gut kommt eine tiefsitzende Enttäuschung und Ernüchterung über unser System.

 

Selber empfinde es beschämend, dass die Betroffenen um die – Spendengelder betteln müssen.

 

Über Spenden sind mehr als 580 Millionen zusammen gekommen.

An der Stelle Hut ab für diese Form der Hilfsbereitschaft, Plus der Hilfe der Freiwilligen Helfer Vorort, alles zusammen mehr als erfreulich.

Die Dankbarkeit darüber ist auch nach wie vor überall sichtbar und spürbar.

 

Und nun kommen die Menschen an die Spendengelder alles andere als unbürokratisch ran.

 

Haben sich das die Spender, die geholfen haben, dass eine so beachtliche Summe zusammen kommt, sich das wohl so vorgestellt?

 

Wie viele Häuser renoviert und baut man mit dieser Summe ?

Das kann gerne ein jeder einmal für sich selber überschlagen.

 

Vorort habe ich auch viel positives gesehen. Viele Häuser werden renoviert, man sieht den Aufbau aber auch noch viel an Zerstörung.

Man sieht und spürt vieler Orts auch den Willen zum Wiederaufbau, trotz des Frustes und der Enttäuschung.

 

Trotzdem oder auch vielleicht genau deswegen ist die rheinische Frohnatur immer zu spüren gewesen, die denkt positiv.

 

Zum Abschluss:

Wer bei solchen tragischen Ereignissen immer gewinnt, dass sind die Hilfeorganisationen.

Dazu habe ich einfach ein Ambivalentes Verhältnis, auf Grund meiner Vorgeschichte und persönlichen Einblicke in deren Abrechnungsmodalitäten.

Es ist wirklich gut das es sie gibt, nur sind sie mir oftmals zu Profit orientiert.

 

 

Aber wir alle werden sicherlich im Laufe der Zeit sehen wohin z.B. die Spendengelder sowie diverse andere Leistungen hingehen.

 

 

 

Noch ein Tipp:

 

Besuchen sie das Ahrtal und dessen Umgebung, selber würde ich es kurz um als wunderschön beschreiben.

Von Land und Leute bin ich nachhaltig beeindruckt.

 

 

Besonders den Betroffenen Menschen Vorort sowie allen Menschen die gerade eine schwere Zeit durchmachen, wünsche ich alles erdenklich Gute sowie viel Kraft.

 

 

 

Lieben Gruß

 

Ludwig 31.07.2022

 

 

 

 

Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal Betroffene warten noch immer auf finanzielle Hilfen

Knapp sieben Monate nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen kann ein Großteil der Spendengelder für den Wiederaufbau nicht ausgezahlt werden. Viel Geld liegt noch auf den Spendenkonten. Nach Recherchen von REPORT MAINZ liegen bei Aktion Deutschland Hilft noch immer rund 56 Prozent der Spendengelder auf dem Konto, rund 157 Millionen Euro. Auf der anderen Seite flossen nach REPORT MAINZ-Recherchen auch Gelder in ein fragwürdiges Projekt einer Hilfsorganisation.

(Quelle https://www.swr.de/report/nach-der-flutkatastrophe-im-ahrtal-betroffene-warten-noch-immer-auf-finanzielle-hilfen vom 01.02.2022)